Erstellung eines Aktionsplans
Technologie kann die Behandlung älterer Patienten verbessern
Im Rahmen des deutsch-dänischen Forschungsprojekts HeAT (Health Advancing Technology for Elderly) sammelt die Anthropologin und qualitative Forscherin Maja Schøler vom Sjællands Universitetshospital Erfahrungen in einem Aktionsplan zur Entwicklung, Erprobung und Umsetzung von Gesundheitstechnologien für ältere Menschen mit Krebs, Diabetes und Epilepsie.
Ziel ist es, den Zugang älterer Menschen zu einem zunehmend digitalen Gesundheitswesen zu verbessern und die Behandlung und Lebensqualität älterer Menschen durch innovative Lösungen – darunter Apps und ein klinisches Risikobewertungsmodell – zu steigern.
Das Interreg Deutschland-Danmark-Projekt bringt Partner aus beiden Ländern zusammen, darunter das Sygehus Lillebælt, das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, das Institut für Krebsepidemiologie sowie die UKSH Akademie. Das Projekt konzentriert sich auf Krankheiten mit großen Patientengruppen, damit möglichst viele Menschen von den Maßnahmen profitieren können.
Interviews mit den Projektpartnern haben wertvolle Einblicke in Möglichkeiten und Hindernisse gegeben – sowohl beim Einsatz von Technologien, beim Patientenkontakt als auch bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Die Erfahrungen zeigen unter anderem:
– Viele Patienten möchten neue Technologien ausprobieren
– Eine gründliche Einführung ist entscheidend
– Angehörige spielen eine wichtige Rolle
– Die digitalen Voraussetzungen variieren – unabhängig von Alter und Nationalität
Die Zusammenarbeit hat gezeigt, dass Apps mit geringfügigen Anpassungen länderübergreifend getestet werden können. Hindernisse bestehen jedoch insbesondere im Zusammenhang mit lokalen IT-Vorschriften und EU-Rechtsvorschriften für Medizinprodukte – Bereiche, an denen derzeit gezielt gearbeitet wird.
Der Aktionsplan wird den Führungskräften und Entscheidungsträgern in beiden Ländern vorgestellt und soll:
– Dokumentierte Erfahrungen verbreiten
– Konkrete Empfehlungen geben
– Eine nachhaltige, patientenorientierte Digitalisierung sicherstellen.
Letztendlich lässt sich feststellen, Technologie allein verbessert die Behandlung nicht. Das können nur Menschen tun, die Erkenntnisse, Praktiken und Kontexte in einen Zusammenhang setzen können – und hier ist der qualitative Ansatz entscheidend.