HeAT baut Brücken
Wir bauen Brücken – zwischen Ländern und zwischen klinischen Ergebnissen sowie der Realität, wie sie die Patientinnen erleben.
Im Rahmen der HeAT-Kooperation arbeiten wir kontinuierlich daran, Brücken zu schlagen. Nicht nur zwischen Ländern, sondern auch zwischen klinischen Ergebnissen und der Realität, wie sie die Patienten erleben. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist die bevorstehende Veröffentlichung unserer Publikation auf Datenbasis der BREAST-Q-Studie mit dänischen Frauen, die sich einer brusterhaltenden Operation (Lumpektomie) unterzogen haben. Die Publikation wurde gemeinsam von Lukas Kure-Rosenberg, Nicco Krezdorn, Hannah Trøstrup Pedersen und Stine Thestrup Hansen von der Abteilung für Plastische und Brustchirurgie am Sjællands Universitetshospital in Roskilde verfasst.
Die Studie basiert auf einem prospektiven Datensatz mit mehr als 700 Patientinnen und konzentriert sich auf etwas, das in der Statistik leicht übersehen wird: wie die Frauen ihren Körper, ihr Wohlbefinden und ihre eigene Lebensqualität nach der Behandlung selbst empfinden.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Zufriedenheit nach brusterhaltender Chirurgie bei Frauen über 65 Jahren im Allgemeinen hoch und langanhaltend ist. Sie zeigen aber auch, dass das Alter und eine neoadjuvante Chemotherapie Einfluss auf die empfundene Lebensqualität haben können. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer individualisierten Patientenversorgung sowie der Einbeziehung der individuellen Patientenperspektive in die Brustkrebsbehandlung.
Die Arbeit an der BREAST-Q-Publikation ist innerhalb der Projekte der HeAT-Kooperation verankert. Für diese ist Lukas Kure-Rosenberg derzeit am Institut für Krebsepidemiologie (IKE) der Universität Lübeck tätig. Hier arbeitet er eng mit Christiane Rudolph an den weiteren Forschungen im HeAT-Projekt zusammen. Sein Forschungsaufenthalt konzentriert sich besonders auf eine grenzüberschreitende epidemiologische Studie, die auf dem gemeinsamen Rahmen des HeAT-Projekts aufbaut und die transnationale Forschungszusammenarbeit weiter stärkt.

Lukas Kure-Rosenberg